Italien-Rundreise im Herbst mit dem Wohnmobil – Von Frankfurt bis Apulien

Kirsten

Eine Italien-Rundreise im Herbst mit dem Wohnmobil ist die perfekte Kombination aus Freiheit, Genuss und spektakulären Landschaften. Von Frankfurt am Main aus führt diese Route über Südtirol an den Kalterer See, entlang der Adriaküste bis nach Apulien, weiter nach Matera – der berühmten James-Bond-Stadt – und schließlich durch die Toskana bis in die Cinque Terre.

Diese Wohnmobil-Tour verbindet traumhafte Stellplätze direkt am Meer, einsame Klippen im Parco Nazionale del Gargano, die Trulli-Stadt Alberobello, die Felsenstadt Matera sowie Genussmomente in Florenz und den Cinque Terre.

Der Herbst hat sich dabei als eine ideale Reisezeit herausgestellt: milde Temperaturen, weniger Touristen, goldene Weinberge und perfekte Bedingungen für spontane Stopps auf einfachen, aber wunderschönen Stellplätzen.

Start: Frankfurt am Main

Das erste Mal haben wir uns ein Wohnmobil gemietet, um auszuprobieren, ob das etwas für uns ist. Nach vielen Jahren mit unserem geliebten Wohnwagen wollten wir wieder etwas mehr herumreisen und sehen. Von Frankfurt aus ging es also mit dem gemieteten, vollintegrierten Weinsberg-Wohnmobil in Richtung Alpen. Unser Ziel war der Süden Italiens – Apulien.

Der erste Stopp: Kalterer See – Weinprobe und Spaziergang rund um den See

Unser erster Halt führte uns an den smaragdgrünen Kalterer See. Ein toller Stellplatz in der Nähe des Sees und unmittelbar an einem Wander- und Fahrradweg. Direkt gegenüber lag ein Ausschank eines Weingutes. Also nichts wie hin und mal probieren, was die Region kulinarisch so bietet. Zum Abschluss waren wir noch in einem Restaurant direkt am See und haben leckere Pizza gegessen.

Weiter ging es nach Fano an die Adriaküste. Unser Stellplatz war ein ganz einfacher Parkplatz, nur durch die Hauptstraße vom Strand getrennt. Es gab keine Ver- und Entsorgung, aber für die Durchreise war der Platz ausreichend. Nach der Ankunft sind wir am Strand entlang spaziert. Die Stadt an sich fanden wir nicht besonders sehenswert…

 

Unser nächstes Highlight: Alleine auf der Klippe im Parco Nazionale del Gargano

Es wurde spannend, denn unser nächster Stellplatz befand sich auf einer Klippe, direkt am Meer. Die Einfahrt zum Stellplatz hatten wir gefunden und dann begann das Abenteuer. Aufgrund eines Erdrutschs war die Zufahrt genauso breit wie unser Wohnmobil und wurde durch Pfosten gesichert. Da hieß es kurz mal aussteigen, Pfosten verrücken und irgendwie durchfahren – vorne angekommen wurden wir durch diesen wunderschönen Ausblick und die Ruhe belohnt. Wir waren tatsächlich die einzigen Gäste dort. Leider konnten wir nur zwei Nächte bleiben, denn es gab keine Ver- und Entsorgung und die Kapazität der Toilette war erschöpft… 😉

Ein traumhafter Strand mit empfehlenswertem Strandlokal lag nur einen kurzen Fußweg entfernt. Auch dort waren wir fast die einzigen Gäste.

Gerne wären wir noch länger geblieben, aber wir mussten weiter.

 

Nächster Stopp: Alberobello mit den Trullis

Bei dem Stellplatz in Alberobello handelt es sich um einen Parkplatz mitten in der Stadt. Gegenüberliegend befindet sich ein kleiner Supermarkt. Zur märchenhaften Altstadt waren es zwei Minuten zu Fuß. Die süßen Rundhäuser mit weißen Mauern und kegelförmigen Dächern haben einfach einen ganz besonderen Charme. Am Abend, wenn die Tagesgäste verschwinden, wird es ruhig. Für uns war es etwas ganz besonderes, fast alleine durch die Gassen zu schlendern und in den schönen Boutiquen zu stöbern und uns in einem der leckeren Restaurants verwöhnen zu lassen.

Ein Highlight jagt das nächste: Matera (bekannt aus dem James Bond-Film „No time to die“)

Unser Stellplatz lag auf einem kleinen Bauernhof außerhalb der Stadt. Ruhig, familiär, mit sauberen Sanitäranlagen und einem Shuttle-Bus in die Stadt.

Matera hat uns wirklich fasziniert und wir sind länger geblieben als geplant. Wir wollten die Stadt sowohl am Abend, als auch tagsüber auf uns wirken lassen. Im warmen Abendlicht wirken die Sassi, die Höhlenwohnungen, fast unwirklich und tatsächlich filmreif. Es gibt viel zu sehen und auch kulinarisch einiges zu bieten.

Die Rückreise: Toskana und Florenz mit Nonna-Momenten

Auf dem Rückweg fuhren wir durch die Hügel der Toskana mit einem Besuch in Florenz.

Der erste Stellplatz lag auf einem Weingut mitten in den Weinbergen. Keine besondere Ausstattung, alles einfach und zweckmäßig, aber die Lage war traumhaft. Abends kochte die Nonna für alle Gäste. Hausgemachte Pasta mit Trüffel, Rotwein vom eigenen Gut, lange Gespräche mit den anderen Campern an einer großen Tafel. Genau diese Momente machen eine Reise besonders.

Der Stellplatz in Florenz muss hier keine Erwähnung finden. Wir hatten Glück noch einen Platz ergattert zu haben und hatten versucht, zwischen dem Straßenlärm in den Schlaf zu finden. 

Spontaner Halt: Cinque Terre

Ganz spontan – und ohne zu wissen was es überhaupt ist – legten wir noch einen Stopp in den Cinque Terre ein.

Schnell noch einen Stellplatz rausgesucht, gestaltete sich auch diese Anfahrt mit einem vollintegrierten Wohnmobil als echte Herausforderung. Wegen meiner Höhenangst habe ich sogar lieber mal den Beifahrersitz mit dem Platz meiner Tochter auf der Rücksitzbank getauscht. 😊

Unser Stellplatz lag oberhalb des kleinen Ortes Monterosso al Mare und von dort konnten wir über einen Wanderweg hinunterlaufen in das farbenfrohe Dorf. Pastellfarbene Häuser, schöne Buchten und zum Abschluss hatte uns der Shuttle zurück zum Stellplatz gebracht. Die Landschaft ist atemberaubend schön und lädt auch zu sämtlichen Outddor-Aktivitäten ein. Leider hatten wir keine Zeit mehr und mussten schon am nächsten Tag die Etappe nach Hause fahren. Im Herbst werden wir auf jeden Fall nochmal wiederkommen. Allerdings glauben wir, dass es für uns im Sommer zu überlaufen ist.

Fazit – Große Freiheit

Diese Herbst-Rundreise war das Ende unserer Wohnwagen-Ära und der Entschluss für ein Wohnmobil. Es war für uns eine Mischung aus Abenteuer, Genuss und ganz viel Entdeckerdrang. Einfache Stellplätze, atemberaubende Ausblicke, spontane Entscheidungen, genau das was uns mit dem Wohnwagen in den letzten Jahren so ein bisschen fehlte.

4000km später gaben wir das Wohnmobil zurück und waren glücklich. Italien im Herbst, vor allem der Süden, ist absolut empfehlenswert. Die Planungen für den Herbst 2026 laufen…

Wenn ihr Fragen zu den Stellplätzen oder einer Route habt, schreibt uns gerne an!